Hämaturie: Blut im Urin

Roter Urin muss immer vom Urologen abgeklärt werden, auch wenn er nur einmal auftritt und nicht wehtut.

Pille 11 von 12Beschwerden und Erkrankungenvon Prof. Walter Artibani

Hämaturie bedeutet Blut im Urin. Sie kann makroskopisch sein, wenn der Urin sichtbar rosa, rot oder „colafarben“ ist, oder mikroskopisch, wenn sie nur bei einer Urinuntersuchung entdeckt wird.

Die goldene Regel

Eine makroskopische Hämaturie muss immer vom Urologen abgeklärt werden: auch wenn sie nur ein einziges Mal auftritt, auch wenn sie nicht wehtut, auch wenn sie danach von selbst verschwindet. Gerade die schmerzlose Hämaturie kann das erste Anzeichen eines Blasen- oder Nierentumors sein.

Ist es wirklich Blut?

Manche Nahrungsmittel (Rote Bete, Brombeeren), manche Medikamente und die Monatsblutung können den Urin färben; eine starke körperliche Anstrengung kann vorübergehend Blutspuren verursachen. Eine einfache Urinuntersuchung schafft Klarheit.

Mögliche Ursachen

  • Infektionen von Blase und Prostata
  • Steine in Niere, Harnleiter oder Blase
  • Prostatavergrößerung
  • Tumoren von Blase, Niere, ableitenden Harnwegen, Prostata
  • Nierenerkrankungen
  • Verletzungen

Gerinnungshemmende Medikamente können Blutungen begünstigen, erklären sie allein aber nicht: Die Ursache muss trotzdem gesucht werden.

Die Untersuchungen

Urinuntersuchung und Urinkultur, Urinzytologie, Ultraschall, Uro-CT und Zystoskopie, also die direkte Betrachtung des Blaseninneren.

Wer ein höheres Risiko hat

Zigarettenrauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs. Auch das Alter und der berufliche Kontakt mit Chemikalien wie Farbstoffen, Lacken und Gummiprodukten spielen eine Rolle.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Für einen Termin bei Prof. Walter Artibani rufen Sie bitte das Sekretariat an.

349 649 5586

Die Informationen auf dieser Website dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keinen Arztbesuch. Bei hohem Fieber mit Flankenschmerzen oder wenn Sie kein Wasser lassen können, wenden Sie sich an die Notaufnahme.